Wenn im Herbst die Gartensaison langsam ruhiger wird, beginnt gleichzeitig schon die Vorbereitung auf das nächste Frühjahr. Denn viele klassische Frühblüher werden nicht im Frühjahr, sondern im Herbst als Zwiebeln oder Knollen gepflanzt.
Wer jetzt richtig auswählt und pflanzt, kann sich schon ab Februar oder März über die ersten Blüten freuen. Gleichzeitig sind viele Frühblüher eine wichtige frühe Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten.
Die Auswahl ist groß. Besonders bewährt sind zum Beispiel:
Wer naturnah pflanzen möchte, sollte nicht nur auf große, auffällige Blüten achten. Gerade kleinere Arten wie Krokusse, Schneeglöckchen, Winterlinge oder Blausterne wirken natürlich und sind für frühe Insekten besonders interessant.
Auch bei Blumenzwiebeln gilt: Nicht jede Art wächst überall gleich gut. Viele Tulpen und Zierlaucharten mögen eher sonnige, durchlässige Standorte. Schneeglöckchen, Winterlinge oder Blausterne kommen dagegen auch mit lichteren Gehölzbereichen gut zurecht.
Wichtig ist vor allem, dass der Boden im Winter nicht dauerhaft vernässt. Staunässe gehört zu den häufigsten Gründen dafür, dass Zwiebeln faulen oder im nächsten Frühjahr nicht mehr austreiben.
Die meisten Frühjahrsblüher werden zwischen September und November gepflanzt. Entscheidend ist, dass sie vor stärkerem Frost noch Zeit haben, Wurzeln zu bilden.
Dabei muss man nicht auf einen einzigen perfekten Termin warten. Solange der Boden offen und gut bearbeitbar ist, können viele Arten problemlos gesetzt werden.
Eine einfache Faustregel hilft bei der Pflanztiefe:
Die Zwiebel sollte etwa zwei- bis dreimal so tief gesetzt werden, wie sie selbst hoch ist.
Eine fünf Zentimeter hohe Zwiebel kommt also ungefähr zehn bis fünfzehn Zentimeter tief in den Boden. Kleinere Zwiebeln werden entsprechend flacher gesetzt.
Die Spitze zeigt dabei nach oben, die flachere Wurzelseite nach unten.
Einzelne Tulpen oder Krokusse wirken im Garten schnell verloren. Natürlicher und deutlich stärker ist die Wirkung, wenn Blumenzwiebeln in kleinen Gruppen oder lockeren Flächen gepflanzt werden.
Gerade bei Krokussen, Blausternen oder Schneeglöckchen dürfen die Gruppen ruhig etwas unregelmäßig aussehen. So entsteht eher der Eindruck, als hätten sich die Pflanzen von selbst angesiedelt.
Viele früh fliegende Wildbienen und Honigbienen sind auf die ersten Nektar- und Pollenquellen angewiesen. Frühblüher können hier eine wichtige Lücke schließen.
Besonders wertvoll sind ungefüllte, gut zugängliche Blüten. Krokusse, Schneeglöckchen, Winterlinge, Blausterne und Wildtulpen sind deshalb für einen naturnahen Garten oft die bessere Wahl als stark gefüllte Züchtungen.
Ein häufiger Pflegefehler passiert erst Monate später: Nach der Blüte werden die Blätter zu früh abgeschnitten. Genau über dieses Laub sammelt die Pflanze jedoch Energie für das kommende Jahr.
Das Blattwerk sollte deshalb erst entfernt werden, wenn es vollständig vergilbt und eingezogen ist. Wer es vorher abschneidet, schwächt die Zwiebel und riskiert eine deutlich geringere Blüte im nächsten Frühjahr.
Besonders interessant für pflegeleichte und naturnahe Gärten sind Frühblüher, die sich über die Jahre selbst ausbreiten. Dazu gehören beispielsweise Schneeglöckchen, Krokusse, Winterlinge oder Blausterne.
Wenn Standort und Bedingungen stimmen, werden aus kleinen Gruppen mit der Zeit größere Blütenteppiche – ohne, dass jedes Jahr neu gepflanzt werden muss.
Wer im Frühjahr früh Farbe und Leben im Garten haben möchte, sollte schon im Herbst aktiv werden. Entscheidend sind die richtige Auswahl, ein passender Standort und eine ausreichende Pflanztiefe.
Besonders schön wird es, wenn verschiedene Arten mit unterschiedlichen Blühzeiten kombiniert werden. So beginnt die Gartensaison früh und entwickelt sich über mehrere Wochen hinweg weiter.
Bei Baumschulen Mathwig beraten wir Sie gerne dazu, welche Frühblüher zu Ihrem Garten passen und wie sich Zwiebelpflanzen sinnvoll mit Stauden und Gehölzen kombinieren lassen.